Die Arbeit zu Zeiten von Corona – Ergebnisse der MTOP Umfrage

Wir ziehen an einem Strang

Am Arbeitsplatz ist die Zusammenarbeit nach bestimmten, oft standardisierten Unternehmensprozessen geregelt, der Tagesablauf ist wesentlich regulierter. Diese Regeln fallen nun zum großen Teil aus. In der virtuellen Teamarbeit verschiebt sich der Fokus stärker auf den Output jedes/jeder Einzelnen, weshalb eine klare Zieldefinition, verstärkte Kommunikation und hohe Transparenz gefordert sind. Diese neue Art der Kollaboration schweißt viele Mitarbeiter*innen sogar enger zusammen, das gegenseitige Verständnis und die Hilfsbereitschaft nehmen zu.

Es geht auch virtuell

Trotz fortschreitender Globalisierung war bis zuletzt das Arbeiten von Zuhause in vielen österreichischen Betrieben noch eine Ausnahme. Es waren weniger die technischen Voraussetzungen als die negativ behafteten Vorurteile, welche der Akzeptanz von Home-Office bisher im Weg standen. Einhergehend mit der neuen Situation durch COVID-19, die den allermeisten das Arbeiten von Zuhause alternativlos vorschreibt, ändern sich nun auch die Strukturen veralteter Präsenz- und Meetingkulturen. Es ist ein Umdenken zu beobachten, eine schwindende Skepsis, eine wachsende Vertrauensbasis und positivere Einstellung gegenüber digitalen Lösungen. Viele Mitarbeiter*innen begrüßen die neu gewonnene Flexibilität in ihrer Arbeitszeitgestaltung und berichten sogar von Effizienzsteigerungen sowie einer verbesserten Kommunikation mit ihren Vorgesetzten und Kolleg*innen.


Meetingkultur überdenken

– Notwendigkeit des Meetings von Zeit zu Zeit überprüfen: Welche Meetings sind wirklich notwendig/brauchen meine Anwesenheit?

– Meetinglänge: So kurz wie möglich, so lange wie nötig. Meetings vor dem Computer erfordern mehr Aufmerksamkeit als persönliche Gespräche. Konzentration und Effizienz bleiben hoch, wenn diese virtuellen Besprechungen maximal vier Stunden pro Tag einnehmen

– Agenda: Virtuelle Meetings bedürfen einer besonders durchdachten Vorbereitung. Die teilnehmenden Personen sollten Inhalte im Idealfall bereits vorab untereinander diskutieren können – etwa auf Basis einer klar strukturierten Agenda oder eines schriftlichen Briefings.

Tipps für stärkeren Teamzusammenhalt

Egal wie technisch versiert wir sein mögen und wie viele digitale Lösungen unseren Markt bedienen: Technische Hilfsmittel können den persönlichen Kontakt nie gänzlich ersetzen, darin sind wir uns einig. Hier ein paar Tipps, wie der virtuelle Austausch dennoch gut funktioniert:

– Regelmäßig Präsenz zeigen ist essentiell: Gerade Führungspersonen müssen deshalb sowohl für ihre Mitarbeiter als auch ihre Kunden greifbar bleiben und auf den jeweiligen Kanälen verstärkt Präsenz zeigen.*

– Videofunktionen nutzen: Kommunikation umfasst mehr als nur Sprache – per Video kann auch nonverbale Kommunikation vom Gegenüber wahr genommen werden, was maßgeblich zur Effizienzsteigerung virtueller Meetings und zur aktiven Beteiligung aller beitragen kann. So bekommt die Online-Zusammenarbeit einen viel persönlicheren Charakter als bei reinen Telefonkonferenzen.*

– Konflikte und Missverständnisse sofort ansprechen: Gerade wenn es nicht die Möglichkeit gibt, Konflikte im Office-Alltag anzusprechen und „informell“ zu klären, ist es ratsam, diese schnell auf den Tisch zu legen. Gemeinsam erarbeitete Feedback-Regeln und Kompromiss-Strategien können dabei helfen

– Die persönliche Note: Durch den Ausfall gemeinsamer Kaffeepausen oder Mittagessen, fehlt auch der persönliche Austausch im Team. Schaffen Sie Raum und Möglichkeiten, sich auch über Themen abseits des Arbeitsalltags auszutauschen, um den Teamspirit zu stärken. Hier ein paar Ideen:

  • Etwas Spannendes, Lustiges, Außergewöhnliches? Am Anfang des täglichen Stand-Up Calls teilt jede/r eine kleine Anekdote des Vortages
  • Wie geht es uns heute? Ein kurzes Stimmungsbild, auf dem Jede/r auf ein Blatt Papier seinen Gemütszustand in Form einer Wetterwolke zeichnet und in die Kamera hält
  • Gemeinsame „Unternehmungen“: Ein Rezept teilen, einen Buchtipp weiterleiten, ein Gemeinschaftsspiel online spielen, 10 Hampelmänner gemeinsam machen, gemeinsame Onlinekurse/Weiterbildungen.

*Quelle: Link

Auswertung von 32 Unternehmen

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