UNSERE VISION

Lana - eine Community starker Frauen, die gemeinsam denkt, lernt und mitgestaltet, was es heißt “Frau in einer diversen Gesellschaft” zu sein.

LANA Events

Kindererziehung ohne Tabu und Scham: weibliche Körperwahrnehmung mit "Lina, die Entdeckerin".

„Und je mehr ich darüber geredet habe, umso mehr habe ich gemerkt, dass ich gar nicht der Minderheit angehöre, sondern dass wir die Mehrheit sind!“ Es waren berührende Gespräche, die wir Frauen im Rahmen dieser Buchvorstellung geführt haben. Ich bekam neue Einsichten, hörte lustige Anekdoten und traurige Wahrheiten über unseren gesellschaftlichen Umgang mit der Vulva, die wir Frauen alle unser Zentrum nennen. Oder eben auch nicht nennen. Ich selbst beschäftige mich schon seit mehreren Jahren mit dieser Thematik und doch hat dieser Abend so viel in mir ausgelöst.
 
Erst danach habe ich gemerkt, dass es mir immer noch schwerfällt, meine Vulva beim Namen zu nennen, sie überhaupt zum Thema zu machen. Es macht so viel mit uns, wenn während unserer gesamten Kindheit nur von „da unten“ oder „zwischen den Beinen“ gesprochen wird. Wir spüren, dass damit so viel Scham transportiert wird, wenn diesen Bereich des Körpers ein verschwommenes Tabu umgibt. Und dabei hat uns unsere Vulva so viel zu geben! Sie gehört zu unserer Gebärmutter, unserer weisen inneren Stimme, die uns leiten kann und will, die unsere Intuition, unser weibliches Gespür, unsere Weichheit, aber auch unsere große Stärke, unseren Mut ausmacht. Die Entspannung, die viele Mädchen spüren, wenn sie sie berühren - ohne darüber nachzudenken, was die Gesellschaft davon hält - auch darüber zu sprechen, war für mich persönlich eines der schönsten Geschenke dieses Abends.
 
In den Gesprächen, die ich nach der Veranstaltung mit meinen Freundinnen geführt habe, ist diese große Kraft so deutlich geworden. Viel ist dabei aufgebrochen, die Erinnerung an die Art und Weise, wie unsere Mütter und Großmütter ihr Leben geführt haben, wie sie uns aufgezogen und in das Frausein hineingeführt haben. Oft, viel zu oft, sind diese Geschichten traurig und voller Scham, Frust, Leid. Es ist wenig überraschend und doch kaum zu glauben und wenn wir uns die Dimension vor Augen führen - es geschieht weltweit und wie es scheint, auch in (beinahe) allen Kulturen - ist es höchst an der Zeit, dies zu verändern.
 
Es ist die Zeit für Lina, die Entdeckerin! Lassen wir sie hochleben, erzählen wir unseren Kindern davon, schreiben wir unsere eigene, ganz persönliche und intime Frauengeschichte neu. Lassen wir uns ein, auf das, was dadurch kommt. Lassen wir uns ein auf die verborgenen Erinnerungen, spüren wir die Trauer über die Scham über unsere Körper, die so oft und in so vielfältiger Form unser Leben bestimmt hat. Wir Frauen sind vielfältig, und alles dies hat seine Berechtigung, seinen Sinn. Lernen wir, uns als Ganzes anzunehmen und zu lieben, unsere Körperbehaarung, unsere weiblichen Formen, unser Gefühlsleben, unsere innere Weisheit.
 
 Qué viva la Vulva, qué viva la vida!

Literaturaustausch

„Was liest du gerade?“, ist eine gute Frage, wenn du jemanden kennenlernen willst, hat mal eine kluge Freundin von mir gesagt. So lernen wir Gemeinsamkeiten kennen, was die andere Person bewegt oder auch mal etwas Neues, erklärte sie mir. Genau deswegen haben wir im März den Lana-Literaturtausch gestartet. Jedes Mal lesen 1-2 Frauen aus dem Kernteam Texte vor und wir sprechen darüber – so einfach, aber doch so groß. Den Beginn machte Lynn mit einem Gedicht ihrer Tante, von dem ich trotz meiner fehlenden arabisch Kenntnisse Gänsehaut bekam. Clara steuerte die deutsche Übersetzung und einen berührenden Text einer Freundin, der mit „Home is in me“ („Heimat/Zuhause ist in mir) schließt. Das Thema Heimat – und auch Heimweh stand für die nächste Stunde im Fokus. Wir teilten Erinnerungen: Wann habe ich Heimweh gefühlt? Definitionen und Perspektiven: Was ist Heimat überhaupt? Und andere prägende Erfahrungen: Wann hast du dich mal fremd gefühlt? Am Ende stand viel Verbindendes, viele unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen – und dass wir uns alle ein Stücken nähergekommen sind.

Yalanji Kochen mit Marwa

In unserem dritten Event vergangenen Sonntag haben wir zusammen ein sehr beliebtes syrisches Gericht "Yalanji" gekocht. Marwa leitete den Kochkurs und teilte das Lieblings-Rezept von ihrer Mutter mit uns. Yalanji ist ein berühmtes Gericht in der Levantinregion, das aus Weinblättern hergestellt und mit einer geschmackvollen Füllung aus Reis und anderem Gemüse gefüllt wird. Eine geheime Zutat in Yalanji ist der Granatapfel-Sirup, der in der arabischen Welt weit verbreitet ist. Wenn ihr das Rezept haben und es selbst ausprobieren möchtet, meldet euch bei uns!

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Dieses Projekt wird durch den Österreichischen Integrationsfonds finanziert.

               

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